Samstag, 25.06.2011

U 10: Kematen - Pettenbach

U10:
Kematen-Piberbach gegen Pettenbach, letzte Runde.
Nach dem Spiel gegen Micheldorf war Pettenbach mit 5
Punkten Vorsprung und gleicher Tordifferenz wie Micheldorf
Tabellenführer. Doch dann gewann Micheldorf sowohl das
Nachtragsspiel gegen Scharnstein, als auch das
letzte Spiel gegen Windischgarsten mit 4 Toren Differenz.
Somit war klar: Herbstmeister Pettenbach wird nur mit einem
Sieg im Auswärtsspiel in Kematen Meister.
Doch unmittelbar vor dem Spiel war etwas anderes Thema:
Das Wetter. Schwarzer Himmel, Meldungen im Radio von
Gewittern und Unwettern in der Umgebung.
Als Schiedrichter Dietmar Hinterleitner das Spiel kurz nach
18 Uhr anpfiff, war es noch windstill, nur ein paar vereinzelte
Regentropfen.
Wind machten aber ab dem Anstoß sofort die Pettenbacher
unter dem Motto: Wir wollen Meister werden.
Es begannen: Im Tor: Jonas Stepka, hinten: Sarah Feichtinger,
Matthias Fellinger, vorne: Michael Klinglmair, Sebastian Zauner,
Manuel Schürrer und  Marcel Forster.
Jonas hatte in der ersten Viertelstunde nichts zu tun. Denn das
Spiel fand in der anderen Hälfte statt. In der 3. Minute zieht
Michael von der Strafraumgrenze ab und trifft unhaltbar zum 1:0.
In der 8. und 12. Minute nützt Verteidiger Matthias die offensive
Spielweise zu zwei Bombenschüssen von der Spielfeldmitte zum
2:0 und 3:0.  In der 14. Minute wechselt Trainer Günter Grubmair
statt Michael, Sebastian und Matthias drei der sieben auf der
Outlinie auf ihren Einsatz drängenden weiteren Spieler ein:
Peter Etzenberger, Robin Pelech und Gabriel Hageneder.
Letzterer erzielt noch in derselben Minute nach hartem Kampf mit
zwei Verteidigern und dem Tormann das 4:0 und zwei Minuten
später mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das 5:0.
Danach beginnt der Wind stark zu blasen. Günter wechselt noch
Rene Krumphuber und Matthias Hagmair statt Gabriel und Manuel
ein. Ein Schuss von Marcel wird vom Rückenwind erfasst und über
das Tor getragen. Als auch noch der Regen heftig wird und ein
Outeinwurf vom Wind fast wieder ins Out getragen wird, unterbricht
der Schiedsrichter in der 17. Minute und alle flüchten in die
Kabinen bzw. unters Dach.
Erst nach fast einer Stunde gibt der Schiedsrichter dem Drängen der
Spieler nach und lässt wieder weiter spielen. Der Wind hatte völlig
aufgehört, der Regen auch und es war wieder etwas heller geworden.
Die restlichen 8 Minuten der ersten Halbzeit gehörten Kematen.
Nun steht die Pettenbacher Hälfte im Mittelpunkt des Geschehens.
Doch mehr als einen Stangenschuss lassen Tormann Jonas und seine
Vorderleute nicht zu.
Kurz vor dem Wechsel kommen dann auch Jakob Grubmair und Philipp
Etzelsdorfer statt Sarah und Matthias.
In der zweiten Halbzeit kommen ebenfalls alle 14 Pettenbacher
MeisterspielerInnen zum Einsatz.
Und weil das Toreschießen weitergeht, beginnen die jeweils zuschauenden
sieben an der Outlinie mit den Meistertänzen. In der 27. Minute spielt
Manuel einen Corner kurz zu Marcel.
Der macht ein paar Schritte und schießt ins lange Eck zum 6:0.
In der 30. Minute zieht Manuel selbst aus 10 Metern ab und trifft zum 7:0 -
übrigens das einzige Tor, bei dem der nasse Ball mithalf und so der Tormann
ihn erst hinter der Linie zu fassen bekam.
Die letzten beiden Pettenbacher Tore sind dann schöne Kombinationen:
In der 33. Minute geht Marcel rechts mit dem Ball nach vorne, dirigiert
Sebastian nach links vorne und flankt zu ihm.
Sebastian nimmt sich den Ball mit und schießt gleich ein.
In der 47. Minute läuft Gabriel an der Outlinie mit dem Ball nach vor, deckt
den Ball vor dem Verteidiger ab und flankt nach innen zu Marcel, der nun auch
sein zweites Tor erzielt: 9:0.
Dass das Resultat nicht die Stärke Kematens widerspiegelt, muss auch erwähnt
werden. Kematen hatte auch in der zweiten Halbzeit immer wieder gute Spielzüge
und Torchancen. Aber erst nach einem Freistoß in der letzten Minute erzielte
Forstner Pascal den Ehrentreffer.
Danach gab es dann noch eine Konterchance nach einem Corner für Pettenbach.
Doch Stürmer Gabriel eilte zurück und verhinderte einen weiteren Gegentreffer.
Somit ist Pettenbach Meister und hat in der Tordifferenz wieder mit Micheldorf
gleichgezogen: +20.


Was danach folgte, war eine Meisterfeier wie bei den Großen: Zum Teil mit
nackten Oberkörpern liefen die SpielerInnen übers Feld, stellten sich im Kreise
zusammen und jubelten, rutschten auf dem Bauch übers nasse Gras, schütteten
sich – nein nicht den Sekt – das Cola über den Kopf, …
Und dann liefen alle Pettenbacher zum nächstgelegenen Tor und machten noch
ein kleines Spielchen bis Günther mit einem Kübel mit Getränken und Kaugummi
kam. Die zuschauenden Eltern, Verwandte und Freunde meinten:
Für die ist das ja wie der Sieg in der Championsleague.

 Josef Gary Fuchsbauer

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