Chronik

Auszug aus der Chronik von Pettenbach

 

Die Sektion Fußball wurde im Jahre 1969 gegründet. Es fanden schon in den Jahren 1947 bis 1950 Fußballfreundschaftsspiele statt.
Aber auf Grund der großen Platzschwierigkeiten und der Abwanderung vieler Spieler wurde 1950 diese Sektion wieder aufgelöst.  

Erst in den Jahren 1966/67 begann man wieder mit Freundschaftsspielen. Es wurde unter Mithilfe der Gemeinde Pettenbach
ein Sportplatz geschaffen und eine Umkleidekabine gebaut.

Besonderen Anteil an dieser Aufbauarbeit hatten unsere beiden Sportkameraden Fritz Neuhauser und Rudolf Schauflinger.

Im Jahre 1969 war es dann so weit. Die Sektion Fußball wurde gegründet und man meldete sich für die Teilnahme an der offiziellen
Meisterschaft an, nachdem vorher schon sehr viele Freundschaftsspiele ausgetragen wurden. 

Am 1.9.1969 wurde das erste Meisterschaftsspiel in der 4. Klasse Süd ausgetragen. 

Der erste offizielle Vorstand:          


           
Sektionsleiter:              Rudolf Schauflinger

            Stellvertreter:               Fritz Neuhauser             
            Schriftführer:                 Fritz Neuhauser             
            Kassier:                         Karl Aitzetmüller 


Bereits im ersten Jahr konnte der ausgezeichnete 2. Rang erreicht werden. Auch in den folgenden Jahren wurden gute Platzierungen erreicht.
Die 4. Klasse wurde mittlerweile aufgelöst und es wurde nun in der 3. Klasse gespielt.

1974 gelang der erste große Erfolg. Unter Spielertrainer Walter Reindl wurde der erste Meistertitel errungen und Pettenbach stieg in die 2. Klasse
auf. 
Zahlreiche Sportfreunde feierten diesen Erfolg überschwänglich im Vereinsgasthaus Aitzetmüller bis in die frühen Morgenstunden.

Die Leitung der Sektion Fußball hatte zu dieser Zeit bereits Berthold Hochreiter übernommen. In den Vorstand ist damals auch Julius Pamminger
gerufen worden, der bis heute ununterbrochen tätig ist. In den verschiedensten Positionen und Gremien leistet er wertvollste Arbeit, nicht nur für
die Sektion Fußball, sondern auch für die Gesamtunion.

Sportlich gesehen verliefen die nächsten Jahre wechselhaft. Nach einem sehr guten ersten Jahr in der 2. Klasse mit dem 4. Rang, wurde in der
nächsten Saison der Sprung in die 1. Klasse um einen Rang verpasst, da es eine Reform der Gruppeneinteilung gab. Pettenbach musste wieder
in der letzten Klasse spielen, weil die 3. Klasse aufgelöst wurde.

Die Pettenbacher Mannschaft bewies aber Moral und es gelang schon im nächsten Jahr der 2. Meistertitel und damit der Aufstieg in die 1. Klasse.
Trainer war damals Wolfgang Wenzl.

Diese Meistermannschaft schaffte mit dem Cup-Sieg gegen den Landesligisten Hertha Wels im August 1977 eine Sensation. Pettenbach wurde
erstmals einer breiten Fußballöffentlichkeit landesweit bekannt.

In der Meisterschaft der 1. Klasse behauptete sich Pettenbach in den folgenden Jahren mit guten Platzierungen. 1981 musste unsere Mannschaft
aber  den bitteren Abstieg hinnehmen.

Fünf Jahre dauerte die Letztklassigkeit, ehe 1986 unter dem heimischen Trainer Karl Leeb der Wiederaufstieg in die 1. Klasse gelang.
Ein junger Spieler sorgte schon damals für Begeisterung: Walter Waldhör trug mit 18 Toren einen wesentlichen Teil zum Aufstieg bei und
startete eine steile Karriere, die ihn zum Profifußballer und Nationalspieler machte. 
Für die Pettenbacher Mannschaft war der Abgang von
„Wauki“ Waldhör 1987 zu Vorwärts Steyr aber eine arge Schwächung.  
  

In der Ära von Sektionsleiter Hochreiter wurden auf unserer Sportanlage mehrere Bauvorhaben verwirklicht. Im Jahre 1986 wurde die hölzerne
Umkleidekabine durch einen Massivbau abgelöst und die hölzerne Umzäunung entfernt. Das anfangs noch schmälere Spielfeld wurde verbreitert und
ein Flutlicht installiert.

Auch der Bau des Klubheims fiel in diese Zeit. Tausende Stunden kostenlose Arbeitszeit wurden von Aktiven, Funktionären und Freunden
des Fußballs bei all diesen Projekten geleistet.
Über all dem ganzen wachte stets der gute Geist von Berthold Hochreiter, der
seine Helfer motivierte und auch dafür sorgte, dass dem Verein trotz der vielen Vorhaben die finanzielle Basis erhalten blieb.  

Berthold Hochreiter war immer ein aktiver Vertreter unserer Sektion in der Öffentlichkeit und es lag ihm sehr viel daran, dass der Fußballsport
im allgemeinen und unsere Sektion im besonderen in der Gemeinde und darüber hinaus von möglichst vielen Menschen anerkannt wird.

Berthold Hochreiter wurde zum Ehrenpräsidenten gekürt und stand dem Verein auch nachher noch mit Rat und Tat zu Seite. Er verstarb
leider viel zu früh ganz unvorhergesehen im Jahre 2008. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken erhalten und versuchen in seinem
Sinn weiter zu arbeiten.

1992 übernahm Alois Pöllhuber das Amt des Sektionsleiters.  Pöllhubers besonderer Einsatz galt und gilt immer noch der Nachwuchsarbeit. Er ist ein Verfechter dafür, dass Eigenbauspieler gefördert werden und dass die Basis für die Kampfmannschaft aus den eigenen Reihen kommt.  

Jene Zeit war geprägt vom Bemühen, im sportlichen Bereich weiter zu kommen. Immerhin spielte Pettenbach nun schon mehrere Jahre in
der 1. Klasse und der Drang in die Bezirksliga wurde immer größer. Die Mannschaft spielte auch immer im Vorderfeld mit, doch der entscheidende
Durchbruch wollte nicht gelingen.

Als 1994 Baumeister Franz Staudinger Sektionsleiter wurde, war es sein sehnlichster Wunsch, endlich in die Bezirksliga aufzusteigen. 
Unter seiner Regie war es möglich, die Mannschaft zu dem zu machen, was sie heute ist und was sie erreicht hat.

Es dauerte bis 1996, ehe der sehnsüchtig erwartete Aufstieg in die Bezirksliga gelang. Der Trainer der Meistermannschaft war Thomas
Enzenebner
.
Es waren die neunziger Jahre, in denen die Fußballanhänger Pettenbachs den meisten Grund zum Jubeln hatten. Eine stetige
Weiterentwicklung der Mannschaft wurde unterstützt durch das Engagement von qualifizierten Trainern.
Das Salz in der Suppe war auch die
Verpflichtung von einigen starken Spielern aus der Umgebung, sodass sich die Pettenbacher Mannschaft positiv weiter entwickeln konnte.
Die Bezirksliga war nur eine kurze Etappe im Pettenbacher Höhenflug.

Schon 1998 wurde unsere Mannschaft unter Spielertrainer Harald Aitzetmüller mit neun Punkten Vorsprung Meister der Bezirksliga Süd und
stieg somit in die 2. Landesliga auf.
Der Meistermacher Aitzetmüller legte aber dann eine Pause ein und verließ vorübergehend den Verein.

Trainer wurde nun der Heimkehrer Walter Waldhör, der seine Profikarriere beim SV Ried beendete und im Jänner 1998 zu seinem Stammverein
Pettenbach zurückkehrte.

Dadurch wurde die Pettenbacher Euphorie weiter gesteigert. Auch die Fußballer steigerten sich noch einmal und sorgten auch in der 2. Landesliga für
Furore. Die Pettenbacher „Torfabrik“ arbeitete auf Hochtouren und ließ bekannte Gegner alt aussehen. Der Herbstmeistertitel wurde errungen und
Pettenbach stand auf dem Sprung in die 1. Landesliga.
Doch wenige Runden vor dem Schluss versagten anscheinend die Nerven. Der Gedanke an die
höchste Spielklasse in Oberösterreich lähmte die Mannschaft. Ausgerechnet gegen die letztplatzierten Mannschaften gab Pettenbach die
entscheidenden Punkte ab.
Pettenbach wurde aber Vizemeister und erzielte mit Abstand die meisten Treffer.

Dieser Erfolg hatte dennoch einen bitteren Beigeschmack, weil man zwar einen großen Erfolg erreichte, einen noch größeren aber vergeben hatte. In
der Saison 1999/2000 der 2. Landesliga Ost hatte unsere Mannschaft noch einige „Nachwehen“ zu überwinden. Schließlich musste „Seelenarbeit“
geleistet werden, damit die Motivation wieder auf das richtige Ziel gelenkt werden konnte. Der 8. Rang muss aber doch als gutes und akzeptables
Ergebnis respektiert werden.

Doch schon in der nächsten Saison konnte mit einer überragenden Leistung der ersehnte Aufstieg in die erste Landesliga erreicht werden.
Gleich in der ersten Saison in dieser Spielklasse  konnte man mit guten Leistungen Achtungserfolge erzielen und schließlich reichte es
zu einem 11. Tabellenplatz.  

In der Saison 2001/02 konnte mit dem Vizemeistertitel in der 1. Landesliga der bisher größte Vereinserfolg erzielt werden.
Die offensive Spielweise wurde mit vielen Toren und teilweise hohen Siegen belohnt. Dies wurde auch durch die Zuschauer
und Fans gewürdigt und es kamen immer mehr Leute in die Almtalarena. 

In der darauf folgenden Saison lief es bedingt durch viele Verletzungen von Leistungsträgern leider nicht mehr so gut und so manches Spiel wurde
knapp und unglücklich verloren. Dadurch schlitterte man in den Abstiegskampf. Obwohl man bis zur vorletzten Runde nie auf einem Abstiegsplatz
gestanden hatte, lief in der letzten Runde noch einmal alles gegen Pettenbach und man musste den bitteren Gang in die 2. Landesliga antreten.

Durch den Abgang mehrerer Leistungsträger konnte in der Saison 2003/04 das erklärte Ziel, der sofortige Wiederaufstieg, bei weitem nicht erreicht
werden und letztendlich musste man mit dem 11. Tabellenplatz zufrieden sein.

In der Saison 2005/06 konnte bereits wieder der Vizemeistertitel erreicht werden und in den Saisonen 2006/07 und 2007/08 wurde jeweils der 3. Tabellenplatz erreicht.

Nach der Herbstsaison 2008 verließ uns unser Spielertrainer Walter Waldhör nach 12 erfolgreichen Jahren auf eigenen Wunsch.
Der Aufschwung von Pettenbach ist untrennbar mit seinem Namen verbunden und wir werden ihm dafür immer dankbar sein.

Als neuer Betreuer konnte Alfred Olzinger engagiert werden und der Wiederaufstieg in die Oberösterreichliga war das erklärte Ziel von Trainer und dem Vereinsvorstand.
Nach zwei eher mäßigen Saisonen 2008/09 und 2009/10 mit jeweils einem 5. Tabellenplatz, wurde für die neue Saison 2010/11 mit Jürgen Brandstätter ein neuer Trainer engagiert. In der Saison 2010/11 sollten wieder mehr junge Spieler eingesetzt werden und man erreichte den 8. Tabellenplatz. In der Saison 2011/12 erfolgte ein Wechsel in die Landesliga-Ost und es wurde wieder der 8. Tabellenplatz erreicht.
In der Saison 2012/13 wurde der 3. Tabellenplatz erreicht. Dieser war jedoch mit einem bitteren Beigeschmack, da man Punktegleich mit dem 2. war und dieser 2. Platz für den Aufstieg in die OÖ-Liga gereicht hätte.
In der Saison 2013/14 wurde der 9. Tabellenplatz erreicht. 
In der Saison 2014/15 wurde wieder Walter Waldhör als Trainer engagiert und der Kader umgekrempelt. Mit den jngen Talenten und den Ergänzungsspielern soll wieder an alte Erfolge angeknüpft werden.

Im Sommer 2000 wurde mit der Anlegung des neuen Hauptspielfeldes und kurz darauf mit dem Bau einer Zuschauertribüne samt Umkleidekabinen
begonnen
. In weiterer Folge wurde ein Trainingsfeld angelegt und im Jahr 2002 konnte die neue Almtalarena eingeweiht werden.
Dieses Stadion zählt derzeit wohl zu einem der Schönsten in Oberösterreich.

Wir bedanken uns bei der Gemeindevertretung, dass die Errichtung der neuen Sportanlage ermöglicht wurde.

In den Jahren 2009/10 wurde ein neues Klubheim errichtet und ein zweites Trainingsfeld angelegt. Dieses ist ab der Herbstsaison 2011 bespielbar.

Im Sommer 2011 steigt unsere neu gegründetet Damenmannschaft in der Meisterschaftsbetrieb ein. Als erstes Trainerduo fungieren Christian Pramhas und Manfred Feichtinger.

Zum Schluss möchten wir der Hoffnung Ausdruck verleihen, dass der Fußballsport in Pettenbach noch mehr als bisher schon in der Freizeitgestaltung der Menschen Einzug findet. Sei es als Aktiver, sei es als Fan und Zuschauer, oder auch als Mitarbeiter.

Wir von der Sektion Fußball können versprechen, dass wir den Wünschen aller Interessenten möglichst nach kommen, sind aber auch stets für Anregungen offen.